Die Bausumme beträgt dann 130 Millionen Euro, finanziert durch Stifterbriefe, Souvenirs und Spenden von anderen Stiftungen oder Privatpersonen. Die Ruine der Frauenkirche war so nicht nur Mahnmal, sondern auch sinnfälliges Zeichen einer friedlichen Revolution gegen die ruinöse Politik des sozialistischen Staates.
Der Wiederaufbau der Frauenkirche ist ein bautechnischer Kraftakt. Allein die Bergung und Sortierung der etwa 8500 Kirchsandsteine aus den Trümmern und das Zusammenfügen eines Puzzles von 2000 erhaltenen Einzelstücken aus dem Altarbereich bedeuteten Kleinstarbeit. Die komplexe und komplizierte Geometrie
der Frauenkirche mit ihren konkaven, mehrfach gekrümmten Flächen und dem quadratischen Grundriss konnte aus Originalplänen George Bährs, historischen Fotographien, Aufmaßplänen des 19. und 20. Jahrhunderts und den Ruinenteilen der Kirche rekonstruiert werden. Vom Beginn der Bauarbeiten im Februar 1993, der Räumung des 20 000 Kubikmeter großen Trümmerberges über die Einweihung der Unterkirche 1996, der Übergabe des Kuppelkreuzes im Jahr 2000 durch den Herzog von Kent bis zum Aufsetzen der Turmhaube am 22.06.2004 entpuppte sich die Kirche aus den Baugerüsten zu alter Schönheit.